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Tuesday, June 30, 2015

Monday, June 29, 2015

Canada Resumee

Ich kann eigentlich nicht behaupten, Canada gesehen zu haben. Ich habe Vancouver gesehen. 10 Tage hier müssen eigentlich nicht sein, ein Leben lang würde auch gehen. Vancouver ist definitiv eine Stadt, in der ich mir auch vorstellen könnte, zu leben. Die einzigen Nachteile, die ich gefunden habe, sind die vielen Drogenabhängigen und die Tatsache, dass die Kanadier wohl nur zwei Wochen Urlaub im Jahr haben. Wenn sie lange in einer Firma arbeiten, eventuell auch mal vier.
Wie Kanadier jetzt eigentlich genau sind, habe ich leider nicht herausgefunden. Und wenn man sie fragt, was typisch kanadisch ist, kommt auch nicht so wirklich ne Antwort. Ich glaube, das Verhältnis zwischen Canada und den USA ist ungefähr vergleichbar mit Österreich und Deutschland. Ein bisschen stiefmütterliches Verhalten, nicht ganz ernst nehmen und belächeln auf der einen Seite und eine Mischung aus Neid, Gefallenwollen und offenem Hass auf der anderen. Auf keinen Fall wollen die Kanadier nämlich so werden wie die Amis! 
Ich finde sie einfach nett, freundlich, unaufdringlich und irgendwie geradlinig. Irgendwie ein bisschen nordisch.







So und nachdem ich an diesem Wochenende in der Summe circa 19 ! Stunden im Internet und circa 3,5 Stunden im Reisebüro verbracht habe, steht auch schon der Plan für die nächsten zwei Wochen. Schuld ist eine gewisse Person namens Isabel, die mir mitten in der Nacht einen Floh in mein Ohr gesetzt hat, wo man ja auch noch hinfahren könnte...

Also Schluss mit chillen, die nächsten zwei Wochen sind nichts für Couchpotatoes. Schnallt euch an und zieht euch warm an...

Teresa




Saturdays in Vancouver


Heute machen wir einen Ausflug durch so ziemlich alle Stadtteile Vancouvers. Ein ganz entspannter Tag bei 30 Grad und blauem Himmel...


Trout Lake Farmers Market


Lecker Sachen kaufen und dann am See Picknick machen.


Und weiter geht's zum Burnaby Mountain, von dem aus man einen super Blick über die gesamte Stadt hat:



Und dann nach West Vancouver Ambleside, von wo aus man Downtown, Stanley Park und die Lions Gate Bridge sieht. Unter der Brücke ist dann plötzlich ein Berg aufgetaucht, den ich vorher nie gesehen habe. Sieht aus wie der Mount Fuji!



Dieser Ausflug ist sowieso schon wunderschön, zumal bei dem Sonnenschein! Noch lustiger ist es aber, wenn man ein kleines, süßes Tierchen namens Mia dabei hat, das die Herzen aller vorbeigehenden Passsanten im Sturm erobert:




Auf dem Weg nach Hause im Mini Cooper...

Teresa







Friday, June 26, 2015

Lynn Canyon Suspension Bridge

Ich habe keine Ahnung, warum ich diesen Hike so krass anstrengend fand. Vielleicht liegt es daran, dass man schon circa 1.5 h durch die Stadt mit dem Rad unterwegs ist, immer bergauf und bergab bevor es überhaupt losgeht. Aber ehrlich, meine Muskeln haben gezittert auf dem Heimweg und ich konnte nicht mehr durch die Stadt zurückfahren. Die Fähre rüber nach Downtown war die Rettung.


Es geht über die Transcanada Brücke. Direkt daneben verläuft eine ehemalige Eisenbahnbrücke:


Die eigentliche Wanderung geht immer am Flussbett entlang, ziemlich steil hoch und runter, meistens Treppen. 




...vorbei an den Twin Falls. Hier kann man super baden und sich erfrischen, das Wasser ist überraschend wenig kalt.


Und dann kommt man schließlich zur Lynn Suspension Brigde. Ich musste lange warten, um ein Foto mit möglichst wenig Leuten zu machen. Ganz frei war die Brücke nie. Meistens sah sie so aus:


Die berühmtere Hängebrücke ist übrigens die 'Capilano Suspension Bridge', die in einem ganzen Park eingebettet ist. Aber die ist noch überlaufener und kostet obendrein 30 CAD Eintritt.

Zurück geht es dann immer am Wasser entlang bis zur Fährenanlegestelle und dann für 4 CAD inklusive Rad zurück nach Downtown.


New York? Nein, Vancouver!


Hamburg? Nein, Vancouver!


San Francisco? Nein, Vancouver!


Vancouver hat wirklich von allem etwas. Und dazu noch dieses perfekte Wetter! 

Summer in the City!

Ganz wohlig warm, geblendet von der Sonne, aber nicht schwitzig, im Schatten erfrischend kühl... und diese lauen Nächte, in denen man im T-Shirt mit dem Rad heimfahren kann, denn es ist ja bis halb 11 noch hell... oder im Sonnenuntergang im kurzen Kleid am Strand Sushi essen kann (für 10 CAD bekommt man übrigens hier um die Ecke soviel Sushi, wie ich nicht aufessen kann). 

Teresa







Thursday, June 25, 2015

Why I love traveling


Ich liebe den Moment, wenn man am Flughafen oder Bahnhof ankommt und so garnicht weiß, was einen erwartet. Wie ist die Stadt, wie ist die Wohnung, wie sind die Leute? Selbst wenn man dachte, dass man KEINE Vorstellung von einem Ort hatte, hat man dann doch IMMER eine. Und häufig ist man überrascht, wie laut, wie bunt, wie hässlich, wie schön ein Ort ist und 'so ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe'.

Wenn man einen Ort zum ersten Mal sieht, ist alles neu und aufregend und lässt einen staunen. Oder wie Matt aus Maui sagt, 'traveling is the closest you can ever get to being a child again'...

Am Anfang weiß man nie, wo der nächste Supermarkt ist oder wie die Bushaltestation heißt oder auch einfach, aus welcher der vielen Türen man aus dem Wohngebäude am besten herauskommt und in welcher Straße man dann landet. Diese Eindrücke muss man sich dann merken und mit denen ein paar Tage später vergleichen.

Am zweiten Tag kennt man schon den Supermarkt (weil man dort schon zwei Stunden herumgestöbert hat), den nächsten Coffeeshop und hat ein erstes Feeling für die Atmosphäre der Stadt. Dabei ist es wohl komplett subjektiv, wie man die wahr nimmt. Ob einem ein Ort gefällt oder nicht, ist nicht vorherzusehen. Ich zum Beispiel wurde nie richtig warm mit Paris, obwohl ich sehen kann, dass es sicherlich eine der schönsten Städte der Welt ist. Auch am Wetter liegt es nicht unbedingt. Sydney hat mich mit strömendem Regen empfangen.

Ab dem dritten Tag kehrt schon ein bisschen Routine ein. Man hat seine Sachen in der Wohnung in einer bestimmten Ordnung, die bis zur Abreise nicht mehr verlassen wird. Man geht zum wiederholten Male an den selben Plätzen vorbei und erkennt sie wieder. Wenn man dann auf dem Weg vom Lieblings-Coffeshop noch den in perfektem Timing lokalisierten Mülleimer zum Entsorgen des Cappuccino-Beschers kennt, ist man zu Hause.

Und eigentlich bin ich immer spätestens am dritten Tag zu Hause. Selbst in einer nach Rauch stinkenden Absteige im Pennerviertel in Osaka, bin ich dann eben zu Hause. Zu Hause sein, ist dabei nicht zu verwechseln mit Heimat. Eine Heimat zu haben, dafür bin ich sehr dankbar. Die Bilder im amerikanischen Fernsehen zu sehen, wie President Obama auf dem G7-Gipfel mit den Bayern am Biergartentisch sitzt und eine Maß trinkt, würden mir normalerweise bestimmt kitschig und als grobe Themaverfehlung aufstoßen. Aus dem Ausland betrachtet, macht es mich aber fast ein bisschen stolz. Schaut her, da, wo es so schön ist, da komm ich her! Dass ich beim Anblick der Voralpen und Oberbayerischen Wiesen immer 'Heimat' fühlen werde, ist unverrückbar.

Es ist ein unglaublicher Luxus so zu reisen, wie ich es die letzten Wochen getan habe und immer noch tue. Daran muss ich mich aber manchmal aktiv wieder erinnern, wenn ich mir denke, verdammt .... ich brauche noch Mietwagen, Wohnung hier und dort, Transport zum Flughafen .... Blabla... Luxusprobleme.

Möglich ist so eine Reise überhaupt nur, weil zu Hause ein super Team den Laden am Laufen hält, die Post erledigt, die Kröte verwöhnt und sich um die Wohnung kümmert. Dafür tausend Dank!

Man darf aber wirklich nicht unterschätzen, welchen Zeitaufwand vor Ort ein so spontanes Reisen bedeutet. Gut, dass es heute nicht ganz so strahlender Sonnenschein ist und ich guten Gewissens mit dem iPad im Café sitzen und recherchieren kann.

Manchmal muss ich dann wirklich über das Ganze lachen. Wie zum Beispiel hier:



Ich sitze auf Hawaii (blauer Punkt), denke mir, ich wollte doch dann irgendwann nach Buenos Aires (rotes Ziel) und schaue dann wirklich einfach auf Google Maps, was so alles Schönes auf dem Weg dahin liegen könnte. Absurd. Absurd schön.

Derzeit denke ich über Süd-/Mittelamerika nach. Ecuador, Chile... Irgendwelche schlauen Ideen? Vorschläge? Was die Flüge betrifft, scheint Mittelamerika überraschend teuer und kompliziert zu erreichen...

Es bleibt spannend.
Teresa


Random Escapades #34

Bei Groupon (vergünstigte Tickets, Aktionen und Artikel im Internet, gibt es eigentlich in jeder Stadt) einen Voucher für zwei Stunden Kajakfahren kaufen.

Lesen, dass 'experienced' erwünscht ist und noch nie in einem Kajak gesessen haben.
Auf YouTube Videos angucken, wie man in ein Kajak einsteigt.

Selbstbewusst beim Kajak-Verleih vorsprechen.
Die Verleiher bestehen darauf, dass man sein Können demonstriert, und eine Rolle unter Wasser macht, damit man sich im Extremfall selbst retten kann.
Entschuldigend gucken und sagen, dass man eigentlich nicht nass werden wollte.

Doch die Verleiher bleiben hartnäckig. Entweder Rolle oder SUP.
Cool, dann SUP (Stand up Paddeling oder auch 'Segway der Meere', wie es Ines nennt)!

Schon mal gemacht?
Logo, mit Sonja auf dem Pilsensee! Lief super.

Darf es irgend ein besonderes Bord sein?
Ach nö, irgendeins.

Ein Board mit der Aufschrift 'Yoga' in Empfang nehmen.
Einen Witz darüber machen, dass man zwar seit Jahren Yoga macht, man Yoga auf dem Board aber doof findet, weil es so aussieht wie Voltigieren.
Losfahren.

Nach einer Weile sich denken, dass man ja mal 'den Hund, der nach unten schaut' machen könnte - nur so probehalber.
Ins Wasser fallen.

Teresa

Seaside Bikeway


Vancouver ist zwar nicht Amsterdam oder Kopenhagen, aber Fahrradfahrer gehören hier zum Stadtbild. Und so führt ein wunderschöner, gekennzeichneter Fahrradweg immer am Ufer entlang durch die gesamte Stadt. Überhaupt stehen die Kanadier in punkto Verkehrsschildern den Deutschen in nichts nach. Hier darf man das nicht, dort darf man jenes nicht… Ordnung muss sein!






Was wirklich toll ist, ist der Hafen mit den großen Schiffen, die den ganzen Tag rein und raus fahren und dabei laut tuuuutt machen. Die Fotos sind natürlich, wie ihr unschwer am Wetter erkennen könnt, an verschiedenen Tagen aufgenommen. Aber hier auf dem Bikeway kommt man praktisch täglich vorbei!





Und nach dem Fahrradausflug kann man das Dinner auch einfach am Sunset Beach zu sich nehmen und den Sonnenuntergang beobachten. 


Teresa

Granville Island Market


Der Granville Market ist ein schöner Markt mit allerlei feinen Essensachen. Man muss nur über die Brücke spazieren und schon ist man da - also wenn man in Yaletown wohnt.










Es gibt allerhand farbenfrohes Essen...


Teresa