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Friday, May 29, 2015

Bye Bye Japan

Wer im Urlaub eigentlich insgeheim möchte, dass alles so bleibt wie daheim nur mit mehr Sonnenschein, sollte nicht nach Japan kommen. Wer angstfrei in sicherer und sauberer Umgebung verloren gehen möchte, wer sich nicht scheut zu strampeln, um dann fest zu stellen, dass man sich einfach nur treiben lassen muss, der sollte unbedingt nach Japan kommen! Ich wollte irgendwie schon immer mal hier her, hatte aber eigentlich garkeine konkrete Erwartung an das Land. Jetzt bin ich überrascht, wie wohl man sich hier fühlen kann. Aber wie kann man Menschen, die einem einen Kassenbon über 230 Yen so gewissenhaft und konzentriert überreichen, als wäre er aus purem Gold, nicht lieb gewinnen?

Allen Japanertheorien zum Trotz, habe ich die Hoffnung, dass die Japaner vielleicht doch garnicht so anders sind als wir. Vielleicht sind sie gleich und sehen die Welt einfach nur mit anderen Augen. Schlitzaugen eben! Same same but different.



Teresa

Today's Japanese Challenge


Sayōnara - Auf Wiedersehen



Thursday, May 28, 2015

Chinesen überall VIII


Chinatown in Kobe


Kobe


Die freundliche Stadt Kobe hat die undankbare Zwischenstopp-Funktion auf dem Weg von der Süd-West-Spitze zurück zum Narita-Airport. In der kurzen Zeit weiß sie durch eine tolle geographische Lage zwischen Wald/Bergen und Meer, eine schöne Hafengegend und ein quirliges Nachtleben mit vielen Restaurants und natürlich dem berühmten Kobe-Steak von sich zu überzeugen.


Flower Street


Hafen




Was ich noch vergessen hatte, zu erwähnen: Die Polizisten haben in Japan Leucht-Stöcke wie die Figuren in Starwars...


...und die Taxifahrer und ihre Taxilimousinen sehen aus, als würden sie Mr. President höchstpersönlich durch die Gegend fahren.

Ein letztes Mal heißt es 'Sleep in Japan'...

Gute Nacht,
Teresa








Kagoshima und Vulkaninsel Sakurajima



Kagoshima liegt ganz im Süden Japans und wird auch 'das Florida Japans' genannt. Mir ist nicht so ganz klar, warum. Ich war aber auch noch nie in Florida, also mal schnell googlen, wie es da im Vergleich so aussieht:


Kagoshima 


Florida 

Naja, der Vergleich drängt sich einem jetzt nicht unbedingt auf. Noch ein Versuch:


Kagoshima 


Florida

Mmh. Also da denk ich sogar eher an Sydney, wenn ich mir diesen Opernhaus-Verschnitt am Ufer ansehe. Was allerdings wirklich an Florida erinnert, ist das Wetter. Gute 30 Grad und gäbe es einen Strand, würde man schwimmen wollen. Gut, sei es drum. Was Kagoshima allerdings wirklich besonders macht, ist die vorgelagerte Insel mit ständig aktivem Vulkan. 1914 war der größte Ausbruch und der Vulkan hat sich damals selbst eine Brücke zum 'Festland' gebaut. 2014 war der letzte größere Ausbruch. Man sieht aber eigentlich fast immer ein bisschen Rauch aufsteigen.


Mit der Fähre kann man in 15 Minuten übersetzen, scheint an diesem Tag aber nicht so beliebt zu sein.



Nagisa Lava Trail





Es gibt auch ein warmes Thermal-Fußbad, dass bei der Affenhitze aber keine sinnvolle Option war.


Da sieht man die Rauchwolke.



Florida? Nein, Kagoshima.




Teresa

P.s.: noch ein Tipp aus aktuellem Anlass: wenn beim Japanischen Frühstücksbuffet die 'Boiled eggs' eiskalt sind, sollte man diesen Wink mit dem Zaunpfahl nicht ignorieren, sonst gibt das ne ziemliche Sauerei und ne Menge Aufhebens. Die sind nämlich meiner Schätzung nach allerhöchstens 30 Sekunden gekocht und die Japaner schlagen sie dann roh wie sie sind in ihre Morgensuppe.







All you can Train

Japaner lieben ihre Züge. Und inzwischen liebe ich das Zugfahren auch. Es lässt einem mehr Freiheit und Zeit als das Fliegen. Und hat man erstmal kapiert wie das mit den Zügen funktioniert in Japan, ist es eigentlich auch ganz einfach. Inzwischen hoffe ich fast, dass der nächste Bahnhof besonders groß und unübersichtlich ist, damit ich mit meinen 'auf-dem-japanischen-Bahnhof-zurecht-finden-Künsten' glänzen kann.


Man muss sich auch keine große Sorgen machen, wenn man mal einen verpasst. Sie fahren wirklich in sehr kurzen Intervallen. Und EXTREM pünktlich. 11:27 heißt 11:27 und nicht 11:28. Der ganze Stolz der Japaner ist der sogenannte Shinkansen, ein Schnellzug, der vor kurzem 40 jährigem Jubiläum gefeiert hat.


Die neueren Generationen haben auch Stromladestecker an jedem Sitz und Wifi an Bord.


So leer sind die Bahnhöfe sehr selten.


Es wird sich immer ganz brav in dem jeweiligen Abteil, in dem man reserviert hat, angestellt. Der Zug hält nämlich immer an der vorgesehenen Stelle und damit ist schon vorher klar, wo die Türen sein werden. Das Reservieren eines Sitzplatzes empfehle ich unbedingt für beliebte Strecken, ist auch kostenfrei. Geht aber grundsätzlich auch ohne.

Wichtig ist die App 'Hyperdia', mit der man alle Streckenverbindungen abrufen kann. Internet ist übrigens in Japan auch kein Problem. Bei der Touristeninformation kann man sich kostenlose Passwörter holen, die dann für Wifi an Bahnhöfen und in seveneleven Supermärkten, die alle 200 m sind, funktionieren.



Mit dem Zug durch Japan zu reisen, kann ich wirklich uneingeschränkt empfehlen. Es wäre extrem schade, in Tokyo hängen zu bleiben. Nicht zu unterschätzen ist allerdings natürlich der Organisationsaufwand mit Hotels buchen, Fahrpläne checken ect... Da stecken einige Stunden Internet Recheche drin:


Teresa


Today's Japanese Challenge


ureshii - glücklich



Wednesday, May 27, 2015

Land & Leute











@Tina: die Mutter der Mutter-Pflanze.









Mount Misen


Itsukushima heißt sie eigentlich, die Insel im Süden von Hiroshima. Miyajima ist die Stadt, an deren  Hafen die Fähre - vom Festland aus kann man ja eigentlich auch nicht sagen, denn in Japan liegt ja alles auf einer Insel - anlegt. Die Insel ist dicht bewaldet und bergig. Insgesamt aber unbedingt empfehlenswert. Man kann auch auf der Insel selbst wohnen, das ist bestimmt auch schön. Die Fähren gehen allerdings ständig und bis spät und die Fahrzeit ist nur 15 Minuten. Also kann man locker am nächsten Vormittag nochmal rüber fahren und wandern. Es gibt mehrere Wege zum Gipfel des höchsten Berges Mt Misen. Sie sind alle technisch einfach aber sehr steil.




Die Rehe begleiten uns das erste Stück durch den Wald. In der japanischen Hitze ist es aber auch erlaubt, ein bisschen zu schummeln und für das Mittelstück, die Seilbahn (1000 Yen) zu nehmen.


Definitiv nix für Leute mit Höhenangst. 

Das letzte Stück muss man dann wieder selber laufen. Was aussieht wieder Eingang zu einer Achterbahn in Disneyland ist kurz vor dem Gipfel.


Oben ist eine Aussichtsplattform mit Bänken im Schatten. Von hier aus wird einem wieder bewusst, dass Japan eine Ansammlung von großen und kleinen Inseln ist.





Blick auf Hiroshima




Japaner mögen die Natur gebändigt.


Und nach einem langen Treppen-abwärts-laufen ist man wieder unten beim Tor. Bei Flut steht es mit den Beinen im Wasser. Es ist übrigens nicht fest verankert, sondern steht nur durch sein eigenes Gewicht stabil auf dem Sand.



Nach der ganzen Anstrengung machen wir besser noch ein kleines Buppi im Schatten.

Teresa